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In die Kulturkapelle zieht ein Theater ein
Foto: Katrin Lind

In die Kulturkapelle zieht ein Theater ein

SD

Rheinpfalz, Ausgabe vom 19.02.2025, von Gereon Hoffmann.

Anja Kleinhans aus Freinsheim bringt einmal monatlich Theateraufführung auf die Bühne vom Limburgerhofer Veranstaltungszentrum.

Nach dem erfolgreichen Start der Jazz-Reihe wird die Kulturkapelle Limburgerhof auch eine Theater-Reihe starten.

Anja Kleinhans ist als Theatermacherin schon seit 2007 im Casinoturm in Freinsheim aktiv. Erst unter dem Namen „Theader Freinsheim“ (mit mundartlichem „d“), inzwischen als „Theater der Liebe“. Die Künstlerin macht eigene Produktionen, führt aber auch Stücke von anderen Autoren auf. Der Kontakt nach Limburgerhof entstand durch die Initiative des Trägers der Kulturkapelle, das ist der Verein Ensemble im Park Limburgerhof, kurz EnPaLi.

Kleinhans hat sich den Spielort angeschaut und offenbar hat es gefunkt: Verein und Künstlerin wurden sich einige, dass man in dem rund 100 Plätze fassenden Saal mit der kleinen Bühne auch gut Theater spielen kann. Kleinhans ist in der freien Szene gut vernetzt und will in ihr Netzwerk auch die Kulturkapelle einbeziehen.

„Wir haben vereinbart, ab Februar jeden Monat ein Stück aufzuführen“, sagt die Theaterleiterin. Zum ersten Termin ist der Verein EnPaLi noch der Gastgeber, ab dann will Anja Kleinhans die Kapelle zu einem neuen Spielort ihres Theaters machen. Im Casino-Turm hat ihr Theater 20 Besucherplätze. Das Ziel der Künstlerin ist es, mit Mut zur Wahrheit und Mut zur Liebe die Utopie einer schöneren Welt zu bewahren, sagt sie. Dafür spielt sie anspruchsvolles Theater mit eigenem Profil.

Los geht es im Limburgerhof am (Bundestagswahl-)Sonntag, 23. Februar, um 16 Uhr mit „Es klopft bei Wanja in der Nacht“. Das einstündige Stück erzählt eine Fabel. Ein Hase, ein Fuchs und ein Bär flüchten sich vor einem Schneesturm in die Hütte von Wanja. Um zu überleben, müssen alle ihre Ängste voreinander überwinden und miteinander ausharren. Kann das gut gehen? Anja Kleinhans spielt und erzählt die Geschichte, die für Erwachsene und Kinder spannend ist. Musikalisch begleitet wird sie von dem Duo „Melange à Deux“ mit Akkordeon und Oboe.

Weiter geht es am Freitag, 21. März, mit „All das Schöne“. Es geht um ein Kind, das den versuchten Selbstmord seiner Mutter erlebt. Das Kind fragt sich, was das Leben lebenswert und schön macht – eine Frage, die uns alle betrifft.

Am Freitag, 4. April, gibt es in Limburgerhof die Notlandung eines Piloten. Am Boden trifft er ein freundliches neugieriges Wesen – das pfälzisch spricht. Es ist der berühmte „Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, aber in Mundart.

„Schädelstätte – oder: die Bekehrung der heiligen Maria“ gibt es am Donnerstag, 17. April, zu sehen. Es geht um die Jungfrau und Gottesmutter und die Frage, was für ein Mensch hinter diesen Titeln und Rollen stehen könnte. Das Stück spielt unter dem Kreuz, es ist das letzte Gespräch der Mutter mit ihrem Sohn.

„Emmas Glück“ nach einem Roman von Claudia Schreiber wird am Freitag, 16. Mai, gespielt. Eine eigenwillige junge Frau lebt allein und hoch verschuldet auf ihrem Bauernhof. Eines nachts findet sie einen jungen Mann in einem Ferrari und mit einem Sack voller Geld vor ihrer Tür. Das könnte ihr Glück werden – doch das Schicksal verläuft nicht wie erhofft. Es geht um Liebe, Verantwortung und Tod.

TERMIN
Sonntag, 23. Februar, 16 Uhr Kulturkapelle im Park, Limburgerhof.
Karten gibt es im Netz unter www.theaterderliebe.de und bei der Aufführung an der Kasse ab 15 Uhr.